Bis jetzt 62 Kilo abgenommen
Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Infos zu meiner Gewichtsreduzierung zu schreiben. Wie ich Anfang Mai geschrieben habe, sollte ich auf Anraten meines Arztes wieder mehr essen. Daran habe ich mich auch gehalten, obwohl dies nicht ganz so einfach war.
Im ersten Moment hatte ich die große Sorge einen Jojo-Effekt zu erliegen. Zu meinem Erstaunen habe ich aber kein Gramm zugenommen. Im Gegenteil. Trotz fast normaler Ernährung (Im Rahmen der Diabetes) habe ich trotzdem noch ein paar Kilo verloren. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich bei dem schönen Wetter noch aktiver unterwegs bin, und durch die ausgewogene Nahrung mehr Power habe, um weitere Strecken zu bewältigen.
Der Schwindel und die schlappen Momente sind komplett Geschichte. Dafür hat mich eine fast unbändige Kraft voll im Griff. Das geht so weit, dass ich meiner Frau schon manchmal auf den Wecker gehe, weil ich so aktiv bin. Mittlerweile nennt sich mich scherzhaft mein Knöchelchen, oder mein Sklääät.
Seitdem ich voller Stolz von meinem ersten Hosenkauf von der Stange nach der Abnahme berichtet habe, sind so viele Pfunde gepurzelt, dass ich nun auf Hosengröße 52 geschrumpft bin. Auf dem Foto sehr ihr den Vergleich von der alten Hosengröße 68 (Oktober 2008) auf 52 (Juni 2009).
Über Pfingsten hatte ich ein wenig Pech, und habe mir den Fuß verstaucht. Dadurch wurde ich dazu verdammt, ab Sonntag Nachmittag bis heute Morgen relativ bewegungsunfähig zu sein. Noch vor einem Jahr habe ich mich kaum von der Stelle bewegt, und es hat mir nichts ausgemacht. Doch diese 36 Stunden das Bein hochlegen, haben mich wirklich unglaublich abgenervt. So unendlich rumgammeln ist wirklich nichts für mich. Heute war ich dann beim Chirurg und habe den Fuß Röntgen lassen. Zum Glück ist alles im grünen Bereich, und ich kann wieder durchstarten, solange wie es die Schmerzen zulassen.
Insgesamt habe ich nun 62 Kilogramm in knapp 7 1/2 Monaten abgenommen. Damit bin ich noch 8 Kilo von dem Gewicht entfernt, was ich mir zu Anfang vorgenommen habe. Nun ist es aber eher das Problem dies langsam zu machen, als die Kilos überhaupt zu verlieren. Da muss ich dann schon zwischendurch die Bremse ziehen.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden und ausgeglichen. Dies macht sich nicht nur in alltäglichen Dingen bemerkbar, sondern auch bei der Jobsuche.
Deswegen mein Tipp an alle Abnehmwilligen. Lasst Euch nicht entmutigen. Purzelnde Kilos lösen zwar nicht alle Eure Probleme, können keinen Job herzaubern, oder vielleicht den Traumpartner. Die schwindenden Kilos können Euch aber in die Lage versetzen neue Perspektiven zu sehen, neue Wege zu gehen und aktiver am Leben teilzunehmen.
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02. Juni 2009 um 19:56
Ich möchte dir meinen allergrößten Respekt aussprechen !!! Du hast großartiges geleistet !! Mich würde mal interessieren, ob sich die Intensität der Diabeteserkrankung verringert hat in dieser Zeit ?
Rio schrieb zuletzt…Saftverkostung für Walther`s Saftblog
02. Juni 2009 um 20:33
Danke Dir. Das Thema Diabetes ist ein wenig kompliziert, oder auch nicht. Es ist so, dass meine Werte so gut sind (Langzeitblutzucker letztes Mal sogar zu niedrig), dass theoretisch keine Diabetes mehr vorhanden ist. Praktisch bin ich aber noch Diabetiker, da diese Krankheit nicht verschwindet. Wie gesagt, ist etwas schwer zu erklären.
Angefangen habe ich nach der Diagnose mit Insulin und Tabletten. Seit ein paar Monaten benötige ich diese Dinge gar nicht mehr. Ich kann alles mit bewusster Ernährung und ausreichender Bewegung im Normalbereich halten.
In der Praxis bedeutet dies für mich, dass ich auf fetthaltige und süße Lebensmittel verzichte. Ich vermisse diese Sachen aber nicht. Bei mir gibt es viel Fisch und Geflügel, sowie sehr viel Gemüse. Beim Frühstück schaue ich darauf genug Kohlenhydrate zu essen. Über den Tag werden diese immer weniger. Am Abend gibt es überwiegend eiweißhaltige Lebensmittel mit Gemüse.
Beim Sport habe ich mir angewöhnt eine kleine Banane mitzunehmen. Bei Bedarf gibt die einen guten Schub. Oft bekomme ich noch gegen 22 Uhr Hunger. Dann krame ich einen Magerjoghurt aus dem Kühlschrank, oder esse wahlweise noch Tomaten oder Salatgurke.
Zusätzlich habe ich mir angewöhnt fast alles zu Fuß zu erledigen, was möglich ist. Aufzüge o.ä. sind Tabu. Auto, Bus und Bahn nur im Einzelfall. Dazu noch jeden Tag lange Strecken wandern.
Es ist zwar im Anfang alles gewöhnungsbedürftig und etwas aufwendig, aber die Blutwerte und die Fitness zeigen mir, dass es sich lohnt.
03. Juni 2009 um 08:10
Jau, ich habe gehofft sowas zu lesen. Ich komme ja aus der Krankenpflege und weiss deswegen bissl was darüber. Und ich hatte viele Patienten, die sich ihrem Schicksal einfach ergeben haben nach dem Motto, man kann ja eh nichts machen. Ich war immer sehr betroffen, wie man sein Leben so wegschmeissen kann ohne zu kämpfen.
Habe aber auch schon diverse Menschen kennengelernt, die Insulinpflichtig waren und sich durch eine gesunde Ernährung, Gewichtsreduktion und Sport von den Medikamenten befreien konnten und ein wesentlich hochwertigeres Leben führen konnten.
Ich finde das sehr beispielhaft wie du das durchgezogen hast, normal sollte das in die Presse, das noch mehr Betroffene davon erfahren.
Super !!
Rio schrieb zuletzt…Saftverkostung für Walther`s Saftblog
03. Juni 2009 um 08:47
Zum Thema Sport und Diabetes kann ich folgende Seite wärmstens empfehlen: D-Run
03. Juni 2009 um 09:57
Oh dankeschön, sehr interessante Seite. Werde ich bei Gelegenheit mal genauer beäugen !
Rio schrieb zuletzt…Danksagung
04. Juni 2009 um 22:56
Wow, das ist ja Wahnsinn, da wäre ich gar nicht mehr vorhanden
Da gehört viel Durchhaltevermögen dazu, soo viel abzunehmen – Respekt. Das ist sicher nicht einfach gewesen.
LG Soni
Soni schrieb zuletzt…Kostenlose 3D Modelle – Bike, Trike, Chopper
05. Juni 2009 um 20:21
@Soni,
sagt meine Frau auch immer. Sie habe ich fast weggehungert.
Zur Frage ob das nicht einfach war, muss ich sagen: “Es war nicht schwer.” Das mag sich vielleicht für viele Menschen mit Gewichtsproblemen blöd anhören, aber ich kann es wirklich nicht anders sagen.
Es liegt wahrscheinlich am Klick im Kopf. Dieser war bei mir eher der “Rums” einer Dampfwalze. Die ersten Tage mit neuen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten waren ungewohnt, aber nicht unmöglich. Dann lief alles fast von alleine.
Vielleicht kann man das mit einem Raucher vergleichen, der eines Tages einfach die Kippen wegschmeißt, keine Entzugserscheinungen hat, und nie wieder raucht. Andere Raucher benötigen viele Anläufe, haben Rückfälle und spüren Höllenqualen.
05. Juni 2009 um 23:13
Dazu muss ich auch noch was sagen. Ich habe automatisch angefangen auch meine Essgewohnheiten umzustellen. Durch die Diagnose Diabetes bei ihm ist auch mir richtig bewusst geworden, dass sich etwas ändern muss. Als er noch so dick war, habe ich ihm oft gesagt er solle auf Grund seiner Gesundheit, die ja vor der eigentlichen Diabetes Diagnose auch nicht die Beste war, abnehmen. Mir ging es nicht um Äußerlichkeiten, denn ich liebte und liebe meinen Mann so wie er war/ist. Die Sorgen um seine Gesundheit hatte ich immer. Irgendwann gab ich dann auf ihn auf seine Gesundheit anzusprechen. Dann kam die Diagnose, die ich schon vermutet hatte. Erst durch diese Erkrankung hat es nicht nur Klick sondern Rums gemacht. Wäre die Diagnose nicht gewesen, würde er vielleicht noch dick sein und wer weiß wo das geendet hätte.
LG
Frau Wolkenlos schrieb zuletzt…Jungunken Fortschritt 3
06. Juni 2009 um 10:32
Manchmal bringt eine Krankheit doch auch noch was Positives mit, weil ein Umdenken statt findet und man dann gesünder lebt.
Klar, es wird schon ähnlich wie beim Rauchen sein – ist der Wille erst mal da klappt auch alles andere.
Trotzdem – Respekt, tolle Leistung.
LG Soni
Soni schrieb zuletzt…Beißschutz für Hunde statt Maulkorb
06. Juni 2009 um 11:13
oh man, das ist ja unglaublich. wie kann man denn in so verhältnismäßig kurzer zeit soviel gewicht verlieren?????
super dass du wieder normaler isst und nicht zunimmst. manchmal kann das ja auch gefährlich werden, wenn man dann aus dem abnehmen gar nicht mehr rauskommt…
liebe grüße,
paleica
14. Februar 2010 um 20:35
Gratulation. Ich habe zwar durch viel Bewegung “nur” 60 kg geschafft, aber leider bin ich in den letzten Jahren wieder fauler geworden, daher bin ich zur Zeit wieder etwas umfangreicher geworden.
Aber bald beginnt wieder die Wandersaison und ein paar hundert Kilometer stehen dieses Jahr mit meiner kleinen Wandergruppe (wie sich sehe waren hier Kommentatoren auch schon dabei :D) wieder auf der Agenda.
14. Februar 2010 um 21:00
@jm,
60 kg sind doch spitze. Gratulation.
Zur Zeit ist das Wetter leider nicht das beste Wanderwetter. Die Kälte und der Schnee sind zu ertragen, aber die Eisflächen auf den Wegen sind halsbrecherisch. Darum habe ich mein Training bis auf weiteres ins Studio verlegt. Eigentlich bin ich kein großer Freund von Fitnessstudios, aber es geht wohl nicht anders.
Ein Problem beim Abnehmen durch Wandern ist auch, dass man den Oberkörper nicht ausreichend trainiert. Somit geht es auch ein wenig an die dortige Muskelmasse. Vom Rücken mal ganz zu schweigen. Da zahlt sich ein gutes Fitnesstraining wieder aus. Ich warte aber schon ungeduldig darauf wieder in der Natur unterwegs zu sein. Dafür habe ich schon eine lange Liste an Rundwanderungen raus gesucht.
Für eine Wanderguppe hat das allgemeine Interesse leider noch nicht gereicht. I.d.R. bin ich alleine, oder 1x die Woche (für die großen Wanderungen) zu zweit unterwegs.
14. Februar 2010 um 22:37
Ich warte auch auf bessere Wegverhältnisse, dann geht es wieder los. Bei Interesse kann ich Dich ja auf meinen Mailverteiler aufnehmen, mit dem ich unverbindlich unsere Termine bekannt gebe.
14. Februar 2010 um 23:08
Das Angebot nehme ich sehr gerne an. Danke Dir.