Chinesiche Rotbauchunke
Der Ursprung der chinesischen Rotbauchunke ist China, Taiwan, Japan und Korea. Rotbauchunken lieben stehende, flache und sonnige Gewässer. Daher findet man sie oft an Tümpeln in Wiesen oder Feldern. Das auffälligste Merkmal der Bombina orientalis ist die Warnfarbe ihrer Bauchseite. Die schwarz – rot gemusterte Unterseite dient zur Abschreckung von Feinden, und erinnert an ein Tigermuster.
Bei Gefahr legt sich diese Unkenart auf den Rücken und streckt dem Angreifer ihren Bauch entgegen. Dieses Verhalten nennt man auch Unkenreflex. Die Rückenseite kann von hellbraun bis dunkelgrün oder hellgrün sein und ist bei Männchen mit ausgeprägten Warzen übersäht. Die Zehenspitzen sind rot – orange gefärbt. Die Pupille ist herzförmig angelegt. Die Größe der Tiere ist im ausgewachsenen Zustand ca. 6 cm. Wer Bombina orientalis halten möchte, kann sich bei guter Haltung auf eine Lebenserwartung von bis zu 15 Jahren einrichten.
Die Geschlechtsreife von Bombina orientalis setzt mit 12 – 24 Monaten ein. Es ist eine Winterruhe empfohlen, damit die Tiere ihre Geschlechtsorgane komplett ausbilden und in Paarungsstimmung kommen. Es kann auch bei sehr kleinen Nachzuchttieren von nöten sein, im ersten Lebensjahr keine Winterruhe zu halten. Aber um so wichtiger ist dies dann bei adulten Tieren.
Männchen haben größere Warzen als Weibchen. Bombina orientalis haben ihre Schallblase innerlich und stoßen einen sehr weittragenden Ruf aus. Außerdem haben Rotbauchunkenmännchen kräftigere Schwimmhäute zwischen den Zehen. Des weiteren weisen Männchen zur Fortpflanzungszeit dunkel pigmentierte Brunstschwielen an der Innenseite des Unterarmes sowie am ersten und zweiten Finger auf.
Für die Haltung von ca. 8 Tiere sollte man ein Aquaterrarium mit mindestens 80x40x40 cm einplanen. Als Faustregel sollte gelten: 70% Wasserteil, 30% Landteil.
Für den Landteil eignet sich ungedüngte Torferde oder Kokospallets. Als unterste Schicht kann man eine Kiesschicht gegen evtl. Staunässe anlegen. Eine abschließende Moosschicht sollte vorhanden sein. Ansonsten kann der Landteil gut bepflanzt, sowie einige Versteckmöglichkeiten aus Rinde und Wurzeln angelegt werden. Bei den Pflanzen sollte auf Ungiftigkeit geachtet werden, damit die Futtertiere die giftigen Inhaltsstoffe der Pflanzen nicht an die Tiere übertragen. Je natürlicher der Landteil gestaltet wird, desto wohler fühlen sich die Tiere.
Der Wasserteil kann ohne Probleme bis zu 10 cm. Tiefe haben. Dabei sollte allerdings auf einiges geachtet werden. Es sollten genug Steine oder Holz aus dem Wasser ragen, um den Tieren eine Art Insel zu bieten. Dies kann man auch durch folgende Pflanzen wie grüne Cabomba, brasilianischer Wasserefeu, Büschelfarn und Wasserhyazinthe erreichen. Als Bodengrund im Wasserteil nimmt man verschiedenen aber nicht zu kleinen Kies.
Wir haben beobachtet, das unsere Bombina orientalis dichte, auf dem Wasser schwimmende Pflanzen bevorzugen und sich die meiste Zeit ausgestreckt dort treiben lassen.
Das Wasser sollte regelmäßig gewechselt werden. Man kann auch einen kleinen Filter einsetzen, somit erspart man sich die Arbeit das Wasser ganz auszuwechseln. Wir haben uns aus diesem Grund zusätzlich einen Innenfilter eingebaut, mit dem schon im Vorfeld viele Schadstoffe aus dem Wasser gezogen werden. Das Brummen des Filters stört die Tiere nicht. Im Gegenteil. Die aus dem Wasser ragende Fläche des Filters nutzen einige unserer Tiere als Sitzfläche.
Zur Beleuchtung sollte eine Reflektorlampe mit 100 Watt Birne oder Leuchtstoffröhre.
Gerne auch Birne mit leichtem UV Anteil zur Tageslichtsimulation. Die Beleuchtungsdauer beträgt im Sommer ca. 10 – 12 Stunden. Im Winter die Temperatur und Beleuchtungsdauer langsam runterfahren, um die Winterruhe einzuleiten.
Als Futtertiere eignen sich kleine Heimchen, kleine Grillen, Wachsmaden, Mehlwürmer, Fliegenmaden, kleine Heuschrecken, kleine Regenwürmer, Fliegen, Bachflohkrebse und ungiftige Raupen.
Nachzucht bis zur Metamorphose mit Fischflockenfutter, Tubifex, Mückenlarven und Salinenkrebschen füttern.
Das Paarungsritual beginnt von April – Mai und von September – Oktober.Das Männchen entwickelt Brunstschwielen an der Innenseite des Unterarmes und wirbt mit einem uh..uh..uh um sein Weibchen. Bei der Paarung umklammert das Männchen sein Weibchen mehrere Stunden im Amplexus.
Darufhin werden vom Weibchen ca. 400 Eier in mehreren Paketen an Pflanzen im Wasserteil geheftet.
Nach ca. 4 Tagen schlüpfen die Kaulquappen aus den Eiern. 4 Wochen später ist die Kaulquappe ausgewachsen und beginnt mit der Metamorphose. Im Alter von einem Jahr ist die Unke ausgewachsen und zeigt ihre leuchtende, kräftige Färbung.
Es ist ratsam, den Nachwuchs während der Aufzucht in ein separates Aufzuchtbecken umzusiedeln. Die Tiere sollten die Möglichkeit haben, ohne Probleme auf den Landteil zu kommen. Der Wasserstand sollte nicht zu hoch sein, um ein ertrinken der Tiere zu verhindern.
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