Das Foucaultsche Pendel
Mein heutiger Hörspieltipp ist von Umberto Eco, mit dem Titel: „Das Foucaultsche Pendel“.
Es handelt von Templern, Geheimwissen, Geheimgesellschaften sowie von Fiktionen und den gefährlichen Spielereien dreier Menschen rund um dieses Thema.
„Cassobo“ ist Student und arbeitet an einer Dissertation über die Tempelritter. Er studiert die vorhandenen, historischen Prozessdokumente, um seine Arbeit seriös untermauern zu können. Eines Tages lernt er in einer Bar den um einige Jahre älteren Lektor „Belbo“ kennen. Sie kommen ins Gespräch, trinken etwas zusammen und unterhalten sich über Belbos Arbeit als Lektor und Cassobos Dissertation. Belbo hält nichts von den Spinnern die über Tempelritter schreiben, ist aber sehr interessiert als Cassobo ihm „echte“ Fakten über die Tempelritter eröffnet.
Belbo lädt Cassobo ein, später in sein Büro zu kommen um ihm einige Bücher zu zeigen und auch um sich mit Cassobo intensiver über seine Arbeit austauschen zu können. Bei dieser Gelegenheit lernt Cassobo auch „Levi“ kennen, der bei Belbo arbeitet.
Dann erzählt Belbo, Cassobo vom Foucaultschen Pendel welches in einer Kirche in Paris unter der Decke aufgehängt ist. Es schwingt kreisend ohne dass es innehält,
angetrieben durch die Rotation der Erde. Belbo erzählt weiterhin, das es noch mehr Foucaultsche Pendel gibt wie z B. in New York, im Palais der Vereinten Nationen und in
San Franziosko, im technischen Museum.
An der Stelle an dem das Pendel aufgehängt ist, soll der einzig feste Punkt im Universum verankert sein, berichtet Belbo.
Die drei Männer inszenieren daraufhin einen Plan, bei dem es um Geheimwissen und eine neue Weltordnung geht. Der Schwindel ist so gut arrangiert, das Belbo sich immer mehr darin verliert und letztlich sogar an diesen Täuschung glaubt.
Eines Nachts bekommt Cassobo einen Anruf von Belbo. Mit angstvoller Stimme teilt er ihm mit, dass die von ihnen ausgeklügelte Geschichte wirklich echt sei und er (Belbo) befürchtet von Templern verfolgt und umgebracht zu werden.
Belbo gibt Cassobo die Instruktion in seine Wohnung zu gehen, um in seinem Computer (den Belbo Abulafia nennt) dessen neueste Aufzeichnungen zu lesen. Als Belbo seinem Freund das Passwort für Abulafia mitteilen will, hört Cassobo am Telefon, das sein Freund angegriffen wird, worauf das Telefonat abrupt abbricht.
Voller Sorge begibt sich Cassobo in Belbos Wohnung. Das Passwort für Abulafia weiß er nicht, deshalb ist er nun gezwungen verschiedene Kombinationen auszuprobieren. Nach stundenlanger Suche gelingt es ihm endlich das Passwort herauszufinden. Er studiert Belbos Aufzeichnungen und ist entsetzt über das was er da lesen muss.
Cassobo entschließt sich dazu nach Paris zu fahren, um das Pendel zu sehen. Er will sich außerdem in der Kirche einschließen lassen. Er weiß jetzt, dass in dieser Nacht in der Kirche ein Ritual ausgeführt werden soll und will dies beobachten.
Tatsächlich spielt sich dort etwas großes ab. Sechsunddreißig der höchsten und allergeheimsten Ritter des Baphtomet haben sich eingefunden, um das große Geheimnis zu erfahren, welches jetzt nach 600 Jahren die Neue Weltordnung einleiten soll…
Ich war am Ende des Hörspiels genau so schlau wie vorher. Wahrscheinlich liegt genau darin das Geheimnis?
Kritik am Hörspiel gibt es in zwei Punkten. Die zum Teil nervige, schrille Musik (dazu noch sehr laut) ist äußerst störend gewesen. Dazu kommt noch etwas, das mich wirklich geärgert hat. Es erzählt jemand etwas im Hintergrund, ziemlich leise. Überlagert wird es durch eine lautere Stimme die etwas anderes spricht. Beiden Stimmen gleichzeitig konnte ich nicht folgen, was sicher nicht an meinem Gehör oder meinem Hirn liegt. Ansonsten ist die Laufzeit des Hörspiels mit 217 Minuten durchaus in Ordnung. Ich kann nicht sagen, dass dieses Hörspiel schlecht gemacht ist, abgesehen von den oben angeführten Kritikpunkten.
In diesem Fall würde ich vielleicht eher das Buch lesen.
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