Die Chemie des Todes

Den Krimi Fans unter Euch habe ich jetzt einen äußerst spannenden Hörbuchtipp anzubieten.
Der Roman „Die Chemie des Todes“ wurde von Simon Beckett geschrieben der aufgrund gründlicher Recherche in der forensischen Arbeit sehr detailliert auf die Feinheiten in der Rechtsmedizin eingeht. So beschreibt er unter anderem sehr genau wie die ermordeten Personen im verwesten Zustand nach etwa zwei Wochen ausschauen.

Kleiner Rat für zartere Gemüter: Nicht beim Essen in die Story reinhören, ich habe den Fehler gemacht und war schlagartig satt.

Der Mediziner David Hunter zieht von London aufs Land, um dort in einer Arztpraxis seine Stelle anzutreten. Er soll dem hiesigen Arzt Dr. Makeland etwas Arbeit mit den Patienten abnehmen.
Als er in dem öden kleinen Dorf Manham an der Praxis ankommt öffnet ihm die Haushälterin die Tür, und führt ihn zu Dr. Makeland.
Davids eigentlicher Beruf ist Rechtsmediziner. Dies erwähnt er aber aus persönlichen Gründen nicht. Dr. Makeland sitzt seit einem Autounfall im Rollstuhl und kann deshalb nur noch eingeschränkt seine Patienten behandeln, weshalb er David bei sich einstellen will.
David trägt ein trauriges Geheimnis mit sich herum, welches ihn dazu veranlasste sich in ein solch abgelegenes Dorf zu begeben. Seine geliebte Frau und seine kleine Tochter waren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er will nun Ruhe finden und vergessen was mit seiner Familie passiert ist. Dies ist auch der Grund warum David seinen eigentlichen Beruf als Rechtsmediziner an den Nagel gehängt hat, und nur noch als normaler Arzt arbeiten will.

Als ein paar Kinder aus dem Dorf eine stark verweste Frauenleiche finden wendet sich der sauertöpfische Polizist Mc. Kenzy an David. Mc Kenzy hat herausgefunden, dass Davids eigentlicher Beruf Forensiker ist, und vor allem in der forensischen Entomologie sehr bewandert ist. Davids Kenntnisse werden von der Polizei dringend benötigt und so bleibt David nichts anderes übrig, als Mc Kenzy bei der Aufklärung und Identifizierung der Leiche zu helfen. Als auch noch eine zweite Leiche gefunden wird beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit.

David lernt die Lehrerin Jenny kennen, die einen der traumatisierten Jungen, der die erste Leiche entdeckt hat, betreut. Zwischen Jenny und David entwickelt sich ganz behutsam eine neue Liebe, denn auch Jenny hat eine schlimme Erfahrung gemacht die sie am liebsten vergessen würde.
Nachdem sich David und Jenny näher gekommen sind beginnt für David ein Alptraum als er erfährt, das Jenny verschleppt wurde und das nächste Opfer des Mörders sein könnte. Drei Tage hat die Polizei Zeit den Killer zu fassen, der offensichtlich jedes Mal einem krankhaften Ritual folgt, bis er seine Opfer umbringt. Verzweifelt beginnt David damit Jenny zu finden um den bevorstehenden Mord vielleicht noch verhindern zu können.

Der Sprecher Johannes Steck brachte mir die Story in 456 Minuten so interessant ans Ohr, dass ich mich voll in das Geschehen hineinversetzen konnte.
Ziemlich mulmig wurde es mir auch zumute, vor allem weil ich mir die Bilder zum gesprochenen Text vor Augen führen konnte. Ekelhaft war die genaue Beschreibung wie die Maden den toten Körper besiedeln, aus welchen Körperöffnungen sie kriechen und die Beschreibung des Leichengestankes.

Trotzdem sollte es Euch nicht davon abhalten dem Sprecher zuzuhören, es lohnt sich.

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