Die Zeitmaschine
Nun habe ich einen echten Science-Fiction Romanklassiker für Euch. Es gibt wohl kaum jemanden der noch nie etwas von der „Zeitmaschine“ (geschrieben von H.G.Wells) gehört hat. Der Roman wurde mehrfach verfilmt und ich erinnere mich daran, als ich als 12 jährige wie gebannt vor dem Fernseher saß, und den Film (in der Hauptrolle Rod Taylor als Zeitreisender) anschaute.
Meine Fantasie schlug seinerzeit wahre Purzelbäume. Ich malte mir u.a. aus, was man mit einer solchen Maschine alles entdecken könnte.
Die Faszination für das Thema „Zeitreisen“ blieb bestehen, und als ich vor ein paar Wochen das Hörbuch entdeckte, kaufte ich es mir sofort.
Die Geschichte spielt im letzten Drittel des 19 Jahrhunderts. Ein paar Männer sitzen bei einem gemeinsamen Freund in geselliger Runde und führen geistreiche Gespräche. Die Hauptfigur (die keinen Namen hat sondern ausschließlich der „Zeitreisende“ genannt wird) erzählt den anwesenden Freunden von seiner Erfindung.
Er berichtet ihnen davon, dass er eine Maschine gebaut hat mit der er in die Zeit Reisen kann. Ungläubig lauschen die Freunde seinen Ausführungen als er erklärt, dass diese Maschine sich in die vierte Dimension der Zeit bewegen kann.
Als der Zeitreisende bemerkt wie skeptisch seine Freunde trotz seiner ausdrucksvollen Erklärungen reagieren, schlägt er ihnen ein Experiment vor welches seine Behauptung an Ort und Stelle beweisen soll.
Er geht in sein Laboratorium und kommt wenig später mit einem kleinen seltsamen Modell in der Hand zurück. Er stellt die kleine Maschine auf einen Tisch vor dem Kamin und drückt vorsichtig einen kleinen Hebel, der sich in dem Modell befindet, herunter. Gebannt verfolgen die Freunde was sich da vor ihnen abspielt, als das kleine Modell vor ihren Augen verschwindet.
Verstört versuchen die anwesenden Augenzeugen eine Erklärung für das eben Gesehene zu finden. Sie verabschieden sich ziemlich verwirrt voneinander und gehen dann nach Hause.
Der Zeitreisende hat indessen den Entschluss gefasst seine Zeitmaschine, die er „im Großen“ schon fertig gebaut hat, auszuprobieren. Er setzt sich in die Maschine und betätigt einen Hebel, um eine Reise in die Zukunft zu unternehmen. Die Eindrücke die er dabei gewinnt sind gewaltig denn er sieht verblüfft mit an wie schnell der Tag/Nacht Rhythmus und auch die Jahreszeiten an ihm vorbeiziehen.
Er beschließt die Maschine im Jahr 802.701 anzuhalten und bremst ab.
Eine völlig fremde Welt offenbart sich ihm. Es leben jetzt zwei menschliche Rassen auf der Erde. Die Eloi, verweichlichte aber glückliche und zugleich kindlich verspielte Menschen, die auf der Erdoberfläche leben, und die Morlocks die unterirdisch in einem Höhlensystem leben.
Es sind zottelige affenartige Wesen, die nur in der Dunkelheit existieren können. Vollkommen an das Leben in der Finsternis angepasst sind auch deren große lichtempfindliche Augen.
Als der Zeitreisende nach und nach erfasst, was mit dieser andersartigen nach außen hin idyllischen Welt nicht in Ordnung ist, erkennt er welche fatalen Auswirkungen der Wohlstand und die Klassenunterschiede in der Zukunft haben.
Wer den Film gesehen, den Roman gelesen, und dann das Hörbuch auf die Ohren gelegt hat, wird verstehen, dass ich nur bedingt eine Empfehlung für das Hörbuch aussprechen kann. Es fehlt mir persönlich so einiges an Handlungssträngen, wobei auch die Geschichte noch besser hätte herausgearbeitet werden können. Bei nur 244 Minuten Spielzeit kann eben nicht alles reingepackt werden, was meines Erachtens reingehört. Vielleicht wäre es besser gewesen wenn man statt eines Hörbuches ein Hörspiel aus dem Stoff gemacht hätte.
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28. Oktober 2008 um 19:25
Ich bin kein Fan von Hörbüchern. Richtige Bücher mit richtigen Seiten lassen beim Lesen mehr Raum für die eigene Fantasie. Außerdem bin ich mit Hörbüchern immer vom Strom abhängig, ein gutes Buch und ich auf einer einsamen Insel… das wärs! *seufz*
28. Oktober 2008 um 21:31
Hörbücher haben viele Vorteile. Man kann sie bei der Hausarbeit, bei der Arbeit (kommt natürlich darauf an was man beruflich macht) und im Auto auf einer längeren Fahrt hören.
Ich habe gar nichts gegen das Lesen und würde es auch vorziehen. Leider habe ich persönlich kaum Zeit ein Buch in die Hand zu nehmen und bin daher auf das Hörbuch gekommen.
Natürlich haben Hörbücher auch Nachteile. Bei einer gekürzten Hörbuchfassung geht leider oft einiges von der Handlung verloren.
Beides hat seine Vor und Nachteile. Das Schöne ist einfach, dass sich jeder aussuchen kann was zu ihm passt, ob das nun ein Hörbuch ist oder ein gutes Buch.