keramik-brennofen.jpg

Ein Keramik-Brennofen hält auch extremen Temperaturen stand

| Keine Kommentare

Unter dem Begriff Keramik wird eine ganze Reihe von Begriffen subsumiert. Neben den eigentlichen Keramik-Produkten, wie zum Beispiel Glaskeramik oder Porzellan, werden auch die gebrannten Gegenstände als Keramiken bezeichnet. Will man eine Keramik herstellen, braucht man einen eigens dafür angefertigten Keramik-Brennofen, der extrem hohe Temperaturen erzeugen kann, damit das Material seine gewünschte Beschaffenheit erhält. Die Maximaltemperatur und das Temperaturprofil hängen dabei stark von dem verwendeten Rohmaterial ab. Unter Temperaturprofil versteht man einen bestimmten Verlauf der Wärme, denn nicht zu jedem Zeitpunkt des Brennvorgangs ist die gleiche Temperatur vonnöten.

Je nach Kapazität der (industriellen) Produktion kann man periodische von kontinuierlichen Brennöfen unterscheiden. Letztere sind für größere Ausschussmengen konzipiert, da ein erneutes Aufheizen im Regelfall nicht stattfindet. Auch die Bauweise variiert stark. Ein Keramik-Brennofen kann als Kammer-, Ring – sowie als Tunnel- oder Rollenofen konzipiert sein. Dies hängt stark vom jeweiligen Material und dessen endgültiger Form ab. So werden beispielsweise insbesondere Keramik-Fliesen aufgrund ihrer flachen Form in Rollenöfen gebrannt.

Öfen für den Privatgebrauch sind häufig kleinere, sogenannte “Toplader”. Das bedeutet, dass sie von oben befüllt werden. Der Vorteil liegt hier bei der Platzersparnis, da keine Tür in den Raum hineinragt. Die Brennraumgröße hängt stark vom jeweiligen Modell ab. Eine andere gängige Bauart ist hingegen ein Frontlader, der ähnlich wie ein herkömmlicher Backofen oder Schrank zu befüllen ist. Häufig sind diese kleineren Öfen für den Privatgebrauch in mehrere Einzelteile zerlegbar und somit auch für den Transport geeignet.

Ein Keramik-Brennofen ist ein Gebrauchsgegenstand, der hohen physikalischen Belastungen standhalten muss. Eine Reparatur ist daher manchmal unvermeidlich. So sollten bei der Anschaffung auch die nötigen Zubehör- beziehungsweise Ersatzteile vorab einkalkuliert werden. Dies umfasst Abluftanlagen, Regler, einzelne Heizspiralen und Isoliermaterialien. Doch nur weil ein Ofen ein Gebrauchsgegenstand ist, muss man nicht auf ein ästhetisches Aussehen verzichten. Insbesondere Öfen zur Herstellung der japanischen Raku-Keramik sind meist formschön gestaltet, sodass sie sich fürs Auge angenehm in das Atelier oder die Werkstatt integrieren.

Image: © Heiko Löffler – Fotolia.com

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*