Vohwinkel
Vohwinkel wurde erst relativ spät, nämlich 1312, als “Vowynkele”, was wohl soviel wie Fuchswinkel bedeutet, in Aufzeichnungen erwähnt. Dieser Fuchswinkel bestand aus einer größeren Anzahl von Höfen, die dem Oberhof Lüntenbeck unterstanden.
Der Oberhof bestand damals aus 12 Anwesen, die dem Stift Gerresheim gehörten. Aus dem Haupthaus entstand später eine Wasserburg, die sich zu einem Adelssitz entwickelte.
Im Jahre 1356 ging Vohwinkel in den Besitz des Klosters Gräfrath über. Der Ritter Heinrich von Schönrode musste das Gut anscheinend verkaufen. An dieser Stelle ist noch das Rittergut Varresbeck zu erwähnen, welches 1402 das erste Mal aktenkundig wurde.
Die Industrialisierung brachte es mit sich, das Vohwinkel zu einem wichtigen Knotenpunkt im Tal der Wupper wurde. Durch die Eisenbahnanbindung nach Düsseldorf, dem Ruhrgebiet und Köln wuchs die Stadt rasant. Dies war der Grund das Landratsamt Mettmann im Jahr 1877 nach Vohwinkel zu verlegen.
Eine selbstständige Landbürgermeisterei konnte jedoch erst 11 Jahre später eingerichtet werden. Es dauerte wieder 11 Jahre, nämlich bis 1899, bis mit dem Bau eines Rathauses begonnen werden konnte.
Die Stadtrechte bekam Vohwinkel am 12.02.1921 verliehen. Seit 1929 gehört der Stadtteil zu Wuppertal.
Vohwinkel hat heute seinen eigenen Charme. Hier ist nicht nur der Sitz des städtischen Tierheims, sondern dort befindet sich auch ein Abschlussbahnhof der Schwebebahn. Der ehemalige “Fuchswinkel” ist ideal, um in Ruhe, abseits vom Trubel Elberfelds und Barmen, seine Einkäufe zu erledigen. Ich persönlich gehöre zu den Wuppertalern, die Vohwinkel als den freundlichsten Stadtteil empfinden. Hier hat man noch Zeit für einen kleinen Klön auf dem Wochenmarkt, und fühlt sich nicht als anonyme Nummer. Zusätzlich besticht Vohwinkel durch angrenzende Erholungs- und Wandergebiete
Einmal im Jahr erwacht Vohwinkel mit dem Flohmarkt zum Dreh- und Angelpunkt im Bergischen Land. 1980 schaffte es der Trödelmarkt mit über 300.000 Schnäppchenjäger, als weltgrößter Eintages-Flohmarkt, sogar in das Guinness Buch der Rekorde.
Viele Fotos und weitere Informationen findet Ihr bei vohwinkel.net
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